Stimulopt-Training (optokinetische Stimulation) 

optokinetische Stimulation

Mit Stimulopt arbeiten wir mit gezielten visuellen Bewegungsreizen, um das Zusammenspiel von Augen, Gleichgewichtssystem und Gehirn zu verbessern. Das Training hilft besonders bei visueller Überforderung, Schwankschwindel, Unsicherheit in bewegten Umgebungen (Supermarkt, Menschenmengen, Verkehr) und zur Unterstützung der zentralen Kompensation nach vestibulären Erkrankungen (z. B. Neuritis vestibularis). 

 

 

Warum Stimulopt in der Schwindeltherapie?
Viele Schwindelbeschwerden entstehen nicht nur „im Ohr“, sondern auch durch eine veränderte Verarbeitung im Gehirn: Nach einer Vestibularstörung (z. B. Neuritis vestibularis) oder bei funktionellen Schwindelformen kann der Körper stärker auf visuelle Reize angewiesen sein oder visuelle Bewegung als „zu viel“ empfinden. Das kann zu Schwanken, Unsicherheit, Benommenheit, Schwindel in Menschenmengen oder bei bewegtem Hintergrund führen. 

Was ist Stimulopt?
Stimulopt ist ein optokinetisches Trainingsverfahren: Auf einem Bildschirm/Projektionssystem werden kontrollierte Bewegungsmuster (z. B. Streifen- oder Punktmuster) gezeigt. Diese Reize fordern das visuell-vestibuläre System gezielt heraus – in einer Dosierung, die wir individuell anpassen. 

Was ist das Ziel? 

  • Verbesserung der Reizverarbeitung bei visueller Bewegung 
  • Reduktion von visueller Abhängigkeit und „Überforderung“ 
  • Stabilisierung von Stand und Gang auch in komplexen Situationen 
  • Unterstützung der zentralen vestibulären Kompensation 
  • Mehr Sicherheit im Alltag: Supermarkt, Öffis, Straßenverkehr, Bildschirmarbeit 

Wie läuft das Training ab?
Das Training erfolgt in kurzen Sequenzen. Je nach Beschwerden kombinieren wir es mit Blickstabilisation, Kopfbewegungen, Geh-/Gleichgewichtsübungen und alltagsnahen Aufgaben. Intensität und Geschwindigkeit werden schrittweise gesteigert – so, dass das System gefordert wird, ohne zu überlasten. 

Für wen ist es geeignet?
Stimulopt eignet sich besonders bei 

  • Schwankschwindel / Unsicherheit beim Gehen 
  • Beschwerden in bewegten visuellen Umgebungen 
  • chronischem Schwindel nach vestibulären Erkrankungen 
  • visuell getriggerten Symptomen (z. B. „Supermarktschwindel“, Verkehr, Menschenmengen)